Zukunftswerkstatt "Spielhof statt Schulhof"

Spielhof statt Schulhof - Zukunftswerkstatt Schulhofgestaltung
Ein Bericht von Ragna Alt

Seit dem Schuljahr 2003/2004 ist die Dietrich-Bonhoeffer-Grundschule nicht nur Verlässliche Halbtagsgrundschule, sondern hat sich durch Integration der benachbarten Horteinrichtungen zu einer Schule mit offenem Ganztagsbetrieb entwickelt.
In diesem Rahmen wurden uns Gelder aus Bundesmitteln zur Verfügung gestellt, um unseren Schulhof so umzugestalten, dass er den neuen Anforderungen gerecht werden kann. Wir standen also finanziell sehr viel günstiger als viele andere Schulen da, die jedes einzelne Spielgerät durch Spenden erkämpfen müssen.
Wenn auch die Zeit sehr knapp war, erhielten wir doch die Gelegenheit unsere Wünsche zur Gestaltung des Schulhofes einzubringen.
Im Dezember 2003 wendeten wir uns an Herrn Fliss von "Grün macht Schule", der uns in der folgenden Zeit mit Rat und Tat zur Seite stand und uns seinen reichhaltigen Erfahrungsschatz zur Verfügung stellte.

In der Zeit von Mitte Januar bis Ende März 2004 führten wir eine Reihe von Aktivitäten durch
•    Bildung einer Steuerungsgruppe zur Koordination der Aktivitäten
•    Studientag der Lehrerinnen und Lehrer
            - Besichtigung anderer Schulhöfe 
            - Analyse unseres eigenen Schulhofes 
            - Hitliste der Lehrerwünsche
•    Umfragen in den Klassen und Beobachtungen in den Pausen, von Schülern durchgeführt und anschließend 
      statistisch ausgewertet
•    dreitägige Zukunftswerkstatt  "Spielhof statt Schulhof" mit 20 Schülerinnen und Schülern der 2. bis 6. Klassen, 
      unterstützenden Eltern, Erziehern und Lehrerkräften:
            - Erkundung von anderen Schulhöfen
            - Analyse des eigenen Schulhofes
            - Auswertung des gesammelten Materials
            - Herstellen von Modellen
            - Ausstellung der Modelle
            - Erstellen einer zusammenfassenden Dokumentation


   


Spiele und Beschäftigungsmöglichkeiten

Aus der Auswertung der erstellten Statistiken und der Erfahrungen anderer Schulen, die wir erkundet hatten, ergaben sich für uns folgende Prioritäten:
Ballspiele
Das Fußballspielen ist das Beliebteste. Die Möglichkeit zum Basketballspielen muss erweitert werden. Handball und Volleyball wurde von vielen gewünscht, findet aber derzeit nicht statt. Tischtennisplatten benötigen wir mehr als bisher und an windgeschützten, schattigen Plätzen. 
Klettern, Rutschen, Schaukeln
Diese Wünsche lassen sich vielleicht in besonderen Spielgeräten miteinander verbinden. Es erscheint uns wichtig, den kommunikativen Aspekt zu berücksichtigen:
- Reckstangen oder Schaukeln in kreisförmiger Anordnung, damit die Kinder sich sehen und unterhalten können
- Kletterseile oder Strickleitern zu einem Baumhaus.
Eine gelungene Verbindung vieler möglicher Aktivitäten scheint uns das kleinere Gerät der Grunewald-Grundschule zu bieten (Erkundung der Zukunftswerkstatt). Hier gab es zusätzlich noch Hängematten und Möglichkeiten zum Kriechen.


Hüpfen
Zurzeit hüpfen die Kinder auf Hüpftellern oder auf einer Kletterspinne. Viele wünschen sich ein Trampolin.
Verstecke und Rückzugsmöglichkeiten
Neben Gebüschen wünschen sich die Kinder Höhlen, Zelte, Platz zum Alleinsein, ein Spielhaus oder Baumhaus oder ein Baumstammlabyrinth mit eng stehenden Stämmen.
Schulgarten
Derzeit werden verschiedene Beete gepflegt. Einige wurden leider bei der Renovierung zerstört, so dass das Gelände am Westflügel brach liegt. Wir würden aber gerne weiter einen Schulgarten betreiben, möglicherweise mit Frühbeet  oder Gewächshaus.
Wasserstelle
Es gab verschiedene Wünsche wie Teich, Bach, Spielbrunnen, Wasserspielplatz. Wir hätten gern einen Wasserlauf mit stufig angelegten verbundenen Holzbecken und abstellbarer Pumpe, ähnlich wie auf dem Spielplatz im Ruhwaldpark.
Feuerstelle
Wir würden gern zu Gelegenheiten wie Laternenumzug, Herbstfest oder Ähnliches die Möglichkeit haben ein Lager- oder Kartoffelfeuer anzuzünden.
Sandplatz
Der Sandplatz an der Kletterspinne liegt zu sehr in der prallen Sonne.  Der Sand verteilt sich leicht auf die Schulbeete, d.h. es müssen mindestens Teile im Schatten liegen und die Umrandung muss verändert werden. Wir stellen uns eine Holzbegrenzung in einer organischen, nicht quadratischen Form vor.
Fast vergessen
Seilbahn, Drehteller, Tunnel, Skateboard-/Inliner- und Fahrradbahn.